STABILO LUNIS Batteriewechsel
| 1 Griffzone des LUNIS ink | 5 rechtes Elektronikgehäuse | 9 Spiralfeder |
| 2 Schaftrohr | 6 linkes Elektronikgehäuse | 10 Kulipatrone |
| 3 Drehstopfen | 7 Schaltstern | 11 Batterie |
| 4 Batteriewanne | 8 Drücker | 12 Elektronikplatine |
Batterie
Die Batterie wird von der Firma Hunan Huahui New Energy Co., Ltd., in China hergestellt. Die Typbezeichnung ist HCC840, die Abmessungen sind ein maximaler Durchmesser von 8,2 mm und eine Länge von maximal 40,5 mm. Damit der Durchmesser so gering wie möglich ausfällt, verwendet der LUNIS eine Ausführung ohne Schumpfschlauch und mit Laserbeschriftung direkt auf dem Alumantel.
Lithium-Ionen-Batterien sind hitzeempfindlich und sollten nicht über Raumtemperatur gelagert werden. Kurzfrsitig ist eine Temperatur bis 40°C zulässig.
Die Batterie des LUNIS hat eine Kapazität von 170 mAh und eine maximale Spannung von 4,2 V. Sie benötigt keine eigene Schaltung zur Überwachung, da sie durch die Ladeschaltung auf der Platine vor Kurzschluss und Überladung geschützt ist.
Für den Transport ist eine Prüfung nach UN38.3 erfoderlich und zum Vertrieb in Europa eine ähnliche Prüfung nach IEC 62133-2. Die Prüfberichte des Herstellers liegen vor.
Zerlegen des Stiftes
Erforderliche Werkzeuge

Beim Tausch der Batterie sind diese Werkzeuge zu empfehlen:
- Pinzette
- Zwei kurze Schrumpfschlauch-Abschnitte (typisch Ø 1mm x 4 mm)
- Lötzinn
- Lötkolben für Elektronik-Arbeiten
- kleiner Schlitzschraubenzieher
- Unterlegscheibe für M12 Schrauben
Abziehen des Drehstopfens
Dafür sollte die Unterlegscheibe auf den Stift geschoben werden, bis sie am Drehstopfen anliegt. Beim LUNIS graph muss dafür die Griffzone abgeschraubt werden; beim LUNIS ink ist die Griffzone schlank genug, um am Stift verbleiben zu können. Dann kräftig an der Unterlegscheibe nach hinten ziehen, um die Verrastung mit dem Schaft zu lösen. Dabei nur einen kurzen Weg ziehen, um zu verhindern, dass der Schaltring und der Drücker herausfallen. Danach sollte man die Teile wie in der Abbildung unten vorliegen.

Batterietausch
Elektronik-Einheit zerlegen
Nun kann man die Elektronik-Einheit aus dem Schaft entnehmen. Dafür mit dem Schraubenzieher die Batterie seitlich aus ihrem Fach herausdrücken. Dafür gibt es auf der Rückseite der Batteriewanne einen rechteckigen Ausschnitt. Die Abbildung unten zeigt, wie die Batterie aus der Wanne gelöst wird.

Ist sie am Kontaktende frei, kann sie nach hinten aus ihrem Sitz herausgezogen werden. Durch die Kabel wird dabei zugleich die Elektronik nach hinten aus der Wanne geschoben (Abbildung unten).

Ablöten der alten Batterie
Nach Wunsch kann nun noch das Elektronik-Gehäuse abgebaut werden, um möglichst viel Abstand zwischen Batterie und Elektronik zu bringen. Dann die Kontaktstifte der Batterie mit dem Schraubenzieher aus der angelegten Position nach oben hebeln, den Schrumpfschlauch nach oben schieben, bis die Löstelle frei wird und die Kabel an den Kontaktstiften ablöten. Die Abbildung unten zeigt die vollständig zerlegte Elektronik.

Anlöten der neuen Batterie
Dafür werden zunächst die alten Schrumpfschlauch-Abschnitte abgezogen und die neuen auf die Kabelenden aufgeschoben und so weit wie möglich in Richtung der Elektronik verschoben. Sodann werden die Kabelenden mit den Kontaktstiften der Batterie verlötet, wobei die Polarität unbedingt zu beachten ist. Eine vertauschte Polarität zerstört den Laderegler! Das rote Kabel kommt an den Kontaktstift neben dem Pluszeichen auf dem Batteriemantel und das schwarze Kabel an den anderen Kontaktstift. Zuletzt werden die Schrumpfschläuche über die Lötstelle geschoben, durch Erhitzen geschrumpft und die Stifte werden wieder flach auf das Ende der Batterie gebogen, um diesen so kompakt wie möglich zu machen.
Zusammenbau
Einsetzen der Elektronik
Beim Zusammenbau geht man umgekehrt vor: Zunächst wird das Elektronik-Gehäuse wieder aufgesetzt (falls es entfernt wurde) und in das Ende der Batteriewanne eingeschoben. Dabei dient die USB-Buchse zur Orientierung, denn sie muss in den passenden Schlitz der Batteriewanne eingeschoben werden. Ist die Elektronik genügend weit eingeschoben, wird das Ende der Batterie in den vordersten Teil der Batteriewanne eingeschoben (siehe Abbildung oben zum Zerlegen) und dann gänzlich in seine Position gedrückt.
Kabelführung
Um ein Reiben der Kabel an der Stiftwandung zu vermeiden, müssen diese mit der Pinzette in den Hohlraum über der Platine eingeschoben werden. Dabei bitte beachten, dass kein Kabel zwischen dem Mittelspant der Batteriewanne und dem Kraftsensor am vorderen Ende der Platine zu liegen kommt! Die Elektronik muss leicht längsverschieblich sein und vollständig an den Mittelspant herangeschoben werden können. Ebenso sollte die Batterie in ihrem Fach ein geringes Längsspiel aufweisen – klemmt sie, weil sie zu lang ist, müssen die Kontaktstifte weiter an den Batteriekörper herangebogen werden!

Aufstecken der Schaltmechanik
Nun kann der Schaltstern auf das hintere Ende des Elektronik-Gehäuses aufgesetzt werden (gezacktes Ende nach hinten). Zum Zusammenbau von Drücker und Drehstopfen muß der Drücker in der richtigen Drehlage eingeschoben werden. Er hat an seinem Umfang unten einen erhabenen Steg, der in eine Nut in der Innenseite des Drehstopfens passt. Nur dann kann er über die volle Länge in den Drehstopfen eingeschoben werden!

Endmontage
Zum Abschluss die Elektronik-Einheit mit ihrem hinteren Ende und dem aufgeschobenen Schaltstern in den Drücker einführen. Dabei muß die lange Zunge der Ladebuchsen-Abdeckung am Drehstopfen in das durch zwei Stege begrenzte Feld über der Ladebuchse zu liegen kommen. Nun muß geprüft werden, ob die Schaltmechanik in Schreib- oder Ladestellung ist. Dies ist am einfachsten am Taster-Ausschnitt des Drehstopfens zu erkennen: Taucht der Taster in diesen Ausschnitt ein, ist die Mechanik in der Ladestellung. Falls dies nicht der Fall ist, einfach den Drücker betätigen, während man die Elektronik-Einheit mit leichtem Druck gegen den Drehstopfen drückt.


Jetzt die USB-Buchse mit der Ladebuchsen-Öffnung des Schaftes in Flucht bringen und die Elektronik-Einheit mit dem Drehstopfen in den Schaft einschieben. Wenn dabei ein Widerstand zu spüren ist, nochmal die genaue Lage der Teile zueinander und die Stellung der Schaltmechanik überprüfen. Stimmt alles, dann den Drehstopfen mit Kraft auf den Schaft aufschieben, so dass kein Spalt zwischen beiden verbleibt.

Hier gibt es die Anleitung als PDF.
